<  zurück 

 

Projekt Solar- Geothermische Heizungsanlage

Projektteam:   Alexander Engel
                         Andreas Häcker
Sonnen- und Erdenergie sind keine Spielereien

Die Studierenden haben sich mit Planungen und der zugehörigen Realisierung einer Optimierung der bereits bestehenden Solar- Geothermischen Heizungsanlage, die vier Klassenräume von zusammen ca. 200 m² und den Werkstattanbau der Techniker Schule Butzbach versorgt, beschäftigt. Bei diesem Projekt an der TSB geht es in erster Linie nicht um Wirtschaftlichkeit, sondern darum, den Studierenden den praktischen Umgang mit zukunftsorientierten neuen Technologien beizubringen. Die verantwortlichen Studierenden für dieses Projekt sind Alexander Engel und Andreas Häcker.

Alexander Engel Andreas Häcker
Projektbeschreibung  
Die Solar- Geothermische Heizungsanlage im Werkstattanbau wurde 2001/2002 geplant und errichtet. Bis zur Fertigstellung waren neben dem Ingenieurbüro IRE für rationelle Energieanwendung aus Gießen und einigen Firmen auch mehrer Projektgruppen, die sich aus Studierenden der Techniker Schule Butzbach zusammen setzten, bei der Errichtung der Heizungsanlage beteiligt.
Das Hauptproblem ist bzw. war, dass im Sommer bei Hitze keine Abnehmer vorhanden sind bzw. waren, die diese Wärme abtransportieren und dass immer wieder Druckverluste im Solarkreislauf auftraten. Dies konnte damit zusammenhängen, dass die Anlage bei Sicherungsausfall, sprich Stromausfall überhitzt und dadurch Undichten entstanden, was sich an defekten Dichtungen zeigte. Der Pufferspeicher, der 1500 Liter fasst, kann bei Spitzenzeiten im Sommer diese Wärme nicht alleine aufnehmen und abtransportieren. Es galt also diese Probleme zu überprüfen, zu beheben, Verbesserungen vorzuschlagen und durchzuführen.

 

Anlagenbeschreibung

Der Werkstattanbau besteht aus immerhin vier Klassenräumen mit einer Fläche von ca. 200m² und einem Wärmebedarf von 12,5KW. Die Heizungsanlage besteht aus zwei Sonnen-Kollektorfelder mit einer Fläche von je 10,5m², einer Wärmepumpe mit einer Leistung von 10,5KW,  vier Tiefenbohrungen mit einer Tiefe von ca. 40m pro Bohrloch und einem 1500l Pufferspeicher, der die gewonnene Energie der beiden Systeme verbindet und für den Bedarf speichert.
Die Heizungsanlage wurde „transparent“ aufgebaut, so dass die Anlage als Demonstrationsobjekt für den Unterricht genutzt werden kann. Technikbegeisterte, Umweltfreunde, Kritiker und Hausbesitzer oder welche die es werden wollen, sind eingeladen, nach Absprache mit der Schulleitung sich die Anlage vor Ort anzusehen und erklären zu lassen.
 

Erweiterung der Anlage

Sonnenenergie steht viel mehr zur Verfügung als benötigt wird. Meist ist das Angebot der Sonne dem Bedarf entgegengesetzt. Um das Angebot der Sonne nun im Sommer effizienter zu nutzen, wurde die Anlage mit einer Frischwasserstation erweitert. Das Besondere hierbei ist, dass die hygienische Trinkwassererwärmung nach dem Durchflussprinzip funktioniert. Bei Warmwasserwunsch wird Heizungswasser aus dem vorhandenen Pufferspeicher durch einen Edelstahl-Wärmetauscher gefördert und das durchfließende Trinkwasser augenblicklich auf die voreingestellte Temperatur aufgeheizt.

 

Die Frischwasserstation kann ein 9-Familienhaus mit Trinkwasser versorgen und wurde in die Anlage integriert.

Bevor die Anlage jedoch mit der Frischwasserstation erweitert wurde, sind Mängel an der Anlage behoben worden. Diese waren das Entlüften und Befüllen der Anlage sowie der Austausch alter Dichtungen. Zudem sind weitere Arbeiten im Vorfeld getätigt worden, bevor es zum Anschluss der Frischwasserstation kam. An einigen Bildern wird dies hier veranschaulicht:

Es sind Kupferleitungen zu den einzelnen Verbrauchern verlegt und eine Zirkulationspumpe eingebaut worden.

 

Schematische Darstellung der Anlage inklusive Erweiterung

Auch die Zeichnung der Heizungsanlage ist mit der Frischwasserstation erweitert worden, was auf der linken Seite in der Mitte zu erkennen ist.


<  zurück