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Das Passivhaus - Teil 2

 

Projektteam: Sanel Dulic, Michael Schwarz                                                                          

ProjektleiterChristian Meyer

 

Auf dem Gelände der Technikerschule Butzbach wird ein ökologisches Schulungs- und Demonstrationsgebäude in Passivhaus-Bauweise errichtet.  

Als Projektteam wirken wir  bei der Planung und Realisierung mit.

Die Berufliche Schule des Wetteraukreises in Butzbach hat 2005 den Bau eines weiteren Gebäudes in Auftrag gegeben.

Grund des Bauvorhabens ist der gestiegene Bedarf an Schulungsräumen für angehende Techniker sowie fehlende Kapazitäten für weitere Bildungsgänge im Muttergebäude.

Weiter soll außerhalb des Schulbetriebes eine Möglichkeit für Seminare und Informationsveranstaltungen entstehen.  

Südansicht

                                                      

 Ostansicht

                                                            

Länge:34,51m

Breite:9,51m

Höhe:10,20m

Grundfläche:397m²  

 

                            

Vorgaben der Schule

 

Ø      Ein Passivhaus soll als erstes Nutzgebäude rundum ökologisch errichtet und betrieben werden

Ø      Einsatz ökologischer Baustoffe aus der Region,  wann immer möglich aus nachwachsenden Rohstoffen

Ø      Verzicht auf problematische Materialien wie Lacke, PVC, Silikon oder ’’Bauschaum“

Ø      Zwei Werkstatträume

Ø      Vier Schulungsräume, jeweils zwei zusammenlegbar, um größeren Gruppen gerecht zu werden

Ø      Ein begehbares Dach für praktische Versuche an Solar-und PV-Anlagen

Ø      Eine Dachbegrünung

Ø      Einhaltung des Passivhausstandards, um nach dem NEH einen energetischen Schritt weiter zu gehen und minimalen Energiebedarf zu erzielen

Ø      Das Demonstrationsgebäude soll verschiedene Dämmstoffe, Konstruktionen und die Haustechnik anschaulich und begreifbar enthalten

Ø      Ein Bachlauf im Flurbereich soll für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen und ein optisches Highlight bilden

 

Mit diesem Projekt soll gezeigt werden, dass die hohen Anforderungen an ein Passivhaus mit Baustoffen wie Zellulose und Holzfaserplatten erfüllt werden können

und die ökologische Bauweise sinnvoll ist.

Erdgeschoss
Obbergeschoss

 

 

 

Was ist ein Passivhaus?

 

Das Passivhaus ist der führende Standard beim energiesparenden Bauen weltweit: Die Energieeinsparung beim Heizen beträgt über 80 % gegenüber den gesetzlich vorgeschriebenen Neubau-Standards

Passivhäuser sind Gebäude, in denen eine behagliche Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer ohne ein aktives Heiz- bzw. Klimatisierungssystem zu erreichen ist. Sie bieten erhöhten Wohnkomfort bei einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/m²a und einem Primärenergiebedarf einschließlich Warmwasser und Haushaltsstrom von unter 120 kWh/m²a. Die m²-Angaben beziehen sich auf die beheizte Wohnfläche, ohne Balkone und Terrassen.

Die Realisierung von Passivhäusern stellt hohe Ansprüche an die verwendeten Komponenten:

·        Heizwärmebedarf <15 kWh/m2 a

·        Kontrollierte Be- und Entlüftung

·        Dichte Gebäudehülle

·        Gute Wärmedämmung

·        Wärmebrückenfreie Konstruktionen

Die bloße Zusammenstellung Passivhaus geeigneter Einzelkomponenten reicht allerdings noch nicht aus, um ein Gebäude zum Passivhaus zu machen:

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten machen eine integrale Planung notwendig, mit welcher der Passivhausstandard erst erreicht werden kann

 

Bauplatz

 

Der Bauplatz steht bereits fest.

Der Hügel im Nordwesten des Schulgeländes, oberhalb des Naturkellers, ist dank der möglichen Südausrichtung ideal. Hinzu kommt die Möglichkeit, das Gebäude in den Hügel hinein zu konstruieren, dadurch wirkt das Gebäude nicht klobig. Bereits vorhandene Bäume dienen als natürlicher Sonnenschutz.


Der Bauplatz im April 2006

 

Die „Verschattung“

 

Aufgaben des Teams

 

Unsere Hauptaufgaben sind das Ausarbeiten verschiedener Wandaufbauten, Planung der Heizungsanlage, Bestimmen der Kesselleistung, Lüftungsanlage, Demonstration von Dämmstoffen und Konstruktionen, Blower-Door-Test, Gewinnung von Sponsoren, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Start dieses neuen Projektes im September 2005

Nach der Einarbeitungsphase in das komplexe Thema Passivhaus wurden Ideen zur Gestaltung und Demonstration der Haustechnik gesammelt und bei Vorbesprechungen mit der Architektin, Planern der Equal-Maßnahme und Herrn Stamm als Bauherrn eingebracht.

Bei regelmäßigen Besprechungen erfolgten Festlegungen auf eine Holzständer-konstruktion mit Bodenwanne aus Stahlbeton und Flach- Pultdach. Aus Kosten-gründen wurden auch Ideen verworfen.

Nach ersten Entwürfen wurden Berechnungen für das A/V-Verhältnis angestellt. Verschiedene Wandaufbauten wie Dämmebene vor oder im Ständerwerk wurden erarbeitet und Vor- und Nachteile verglichen. Für eine schnelle U-Wert-Berechnung wurde eine EXCEL Rechentabelle erstellt.

Entwurf: Wandaufbau

 

 Wandaufbau mit Fensteranschluss und Ausmauerung der Innenholzständer mit z.B. Lehmziegel

 

Wandaufbau mit Fensteranschluss und Ausmauerung der Innenholzständer mit z.B. Kalksandstein

 

Festgelegt wurde diese Konstruktion um eine gleichmäßige Außenansicht zu erreichen, auch ist dieses System handwerklich von Equal- Schülern ausführbar.

Als Zuheizung ist ein kombinierter Pellets- Stückholzkessel geplant, weiter haben wir die Planung der Lüftungsanlage in Auftrag gegeben.

Im weiteren Verlauf wird ein Wandmodell angefertigt und ein Informationsplakat entworfen, der Schriftverkehr mit Sponsoren ausgeweitet und die Dokumentation des Bauvorhabens weitergeführt.

Spatenstich am 29.05. 2006

 

Am 29.05.2006 war es endlich so weit. Der erste Spatenstich ist getan!!

 

Projektteam „Passivhaus“:

Michael Schwarz, Sanel Dulic, Christian Meyer

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