< zurück  
 

Energieberatung am Ausbildungszentrum Nidda


 

Das Ausbildungszentrum (ABZ) Nidda soll saniert und aufgestockt werden. Für eine sinnvolle Sanierung wird eine Energieberatung benötigt, um Geld und Ressourcen zu schonen.

Dazu wurde eine ausführliche Baubegehung und eine Einsicht in die Baupläne durchgeführt. Dabei wird der IST- Zustand des Gebäudes festgestellt, wie z. B. Wandaufbau, Fenster, Art der Heizung, Benutzerverhalten usw.

Das Gebäude besteht aus 3 Aufenthaltsräumen und WC-Anlagen. Es hat eine Nutzfläche von 185,60m² und das Volumen beträgt 580,00m³.

Die Außenwand von innen nach außen: Putzmörtel aus Kalkgipsputz, Porenbeton- Block- steine, Putzmörtel aus Kalkgipsputz und ein Mauerwerk aus Mauerziegel. Die Süd-West Außenwand ist nicht verklinkert, dafür hat sie eine Sandsteinmauer. Es sind Holzfenster mit Isolierverglasung und eine Alu-Tür sowie zwei Stahltüren eingebaut. Die Bodenplatte besteht aus: Unterbeton, Isolierpappe, Styrodur, Pappe, Zement- Estrich und Plattenbelag.
 

   
Textfeld: Nord-Ost-Ansicht
Auf dem Bild ist die Verklinkerung gut zu erkennen. Dadurch ist keine Außendämmung möglich.

 

 


 
 

            Süd-Ost-Ansicht

            Hoher Wärmeverlust an den
            Stahltüren. Verbesserung durch
            wärmegedämmte Türen.

 



 

Als Heizung sind elektrische Radiatoren eingebaut. 8x 2000 Watt, 1x 1000 Watt und 1x 800 Watt. Der Jahres-Primärenergiebedarf liegt bei 59116 kWh/a und zulässig sind 27367 kWh/a.


 
Textfeld: Ein 2000 Watt Radiator ist in eine Nische eingebaut.

 

 


 

Die Verbesserungsvorschläge beinhalten folgende Punkte:

  • Eine 5 cm Innendämmung der Außenwände aus Styropor
  • Austausch der Holz-Isolier-Fenster gegen Fenster mit einem U-Wert von 1,4 W/m²·k
  • Austausch der Alu-Tür und Stahltüren gegen Türen mit einem U-Wert von 2,3 W/m²·K
  • Die elektrischen Radiatoren austauschen gegen einen Brennwertkessel.

     

U- Werte in W/m²·K


Aufteilung der Transmissionswärmeverluste in W/K


Dadurch, dass es eine Ausbildungsstätte für Maurer, Fliesenleger und Zimmerer ist, ist der Trinkwasserbedarf sehr hoch. Dies könnte durch eine Regenwassernutzungsanlage zum größten Teil gedeckt werden. Der jährliche Bedarf liegt bei ca. 300 m³. Der Strombedarf liegt bei ca. 200 kWh pro Monat. Durch die Sanierungsmaßnahmen können jährlich 38423 kWh eingespart werden. Dies trägt auch zur Schonung der immer knapper werdenden Res- sourcen bei.

< zurück