< zurück 

Wissenschaftl. Begleitung: Prof. W. Balk, Uni Kassel                                                                                                                         Projektleiter: Dipl. Ing. D. Stamm                                                                                                                                                Projektdurchführende: M. Gadzinski, S. Siegert

Abschattung des NEH an der Technikerschule Butzbach 2
Projektmotivation:

Das Niedrigenergiehaus (NEH) der Technikerschule Butzbach heizt sich im Sommer aufgrund der solaren Bauweise stark auf. Diesem, im Winter gewollten, Effekt soll während der Sommermonate  durch eine gezielte Verschattung entgegengewirkt werden.

Projektziele:

  • Das NEH ist verschattet.
  • Die Energie ist möglichst genutzt
  • Die Bildschirmarbeitsplätze sind blendfrei

Erläuterungen:

  • Die Fassade ist in Süd, Südost und Osten ausgerichtet. Der einfachheithalber haben wir diese Bezeichnung übernommen.
     
  • Da das Haus zweistöckig ist, werden die Stockwerke mit der allgemeinen gültigen Bezeichnung OG für Obergeschoß und EG für Erdgeschoß bezeichnet.
     
  • Da das Haus in Holzständerbauweise hergestellt ist, haben wir uns entschlossen, die Felder zwischen zwei Holzständern als Segment zu bezeichnen.
     
  • Das Obergeschoß besteht aus zwei Reihen. Die Bezeichnung hierfür lautet u.R.  für die untere Reihe und o.R. für die obere Reihe.
     
  • Der Einbauort wird von links nach rechts durchnummeriert.
     

Folgende Maßnahmen sind geplant:

Einbauort: Süd, OG, Segment 2, o.R., 1 bis 4:

      Hier ist eine Transparente Wärmedämmung (TWD) eingebaut.

      Diese TWD soll durch zwei querbefestigte, verschiebbare Photovoltaikpanele (PV) verschattet werden. Im Sommer wird die PV vor die TWD und im Winter über die TWD geschoben.

      Somit erreichen wir die gewünschte Sonneneinstrahlung im Winter. Die Umstellung auf Sommer- und Winterbetrieb erfolgt manuell.


Sommerbetrieb

Winterbetrieb


Einbauort: Süd, OG, Segment 2 und 3, 1 bis 4:

      Hier machen wir uns die im Sommer und Winter unterschiedlichen  
      Sonneneinstrahlungswinkel zunutze.

      Im Sommer beträgt der maximale Einstrahlungswinkel 60 Grad.

      Im Winter beträgt der kleinste Einstrahlungswinkel 16 Grad.
 


Um diesen Effekt auszunutzen, wird ein Prismatisches Band/ Lichtlenkmodul gefertigt und installiert.

Die Fenster werden im unseren Beispiel bei einer Tiefe des Prismatischen Bandes von 50 cm maximal zu Zweidrittel verschattet.

Das Prismatische Band

 

Hier machen wir uns die unterschiedlichen
Sonneneinstrahlungswinkel zunutze.

Da das ohne manuelle Bedienung geschieht,
wird es auch als passive Verschattung bezeichnet.

 

 

Ein Bildschirmarbeitsplatz stellt besondere Anforderungen an die Verschattungssysteme:

Da der Mensch am liebsten natürliches Licht mag, sollte natürliches Licht auch hereingelassen werden.

 

 
Die Lösung:

Lamellen mit einer Teilung. Die Lamellen können:

  • wahlweise ganz geschlossen werden
  • im oberen Bereich offen gelassen werden, für Bildschirmarbeit

oder unten offen gelassen werden für Schreibtischarbeit oder Präsentationen

 

< zurück