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Kühlen mit der Sonne Teil 5
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Projektleiter: Tino
Heyder
Projektteam: Falko
Hedler
Thomas Munz
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Projektanlass:
Die solare Bauweise des Niedrigenergiehauses (NEH) begünstigt die solaren
Einträge im Gebäude durch große, nach Südosten, Süden und Südwesten
ausgerichtete Fensterflächen. Richtung Norden ist das Flachdach relativ
steil abfallend und dadurch sind die Wände auf der Nordseite sehr klein,
sowie auch die Fenster dort. Dies alles trägt dazu bei, dass die Wärmeabstrahlung
auf der Nordseite sehr gering ist. Im Winter ist dieser Effekt sehr erwünscht,
im Sommer hingegen sind die Schulungsräume sehr stark aufgeheizt. Deshalb
ist es unsere Aufgabe, das NEH mittels Absorptionskältemaschinen abzukühlen.
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Funktion
einer Absorptionskältemaschine (AKM)
Ein Kühlschrank erzeugt mittels elektrischen Stroms Kälte. Eine
Absorptionskältemaschine nutzt als Antrieb Wärme mit einer Temperatur ab
75°C und erzeugt daraus Kälte. Die Wärme kann die Abwärme eines
bereits vorhandenen Systems sein (z.B. BHKW) oder wie in unserem Fall die
Wärme eines Solarkollektorfeldes.
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Beschreibung der Vorgänge in der Absorptionskältemaschine |
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Problem 1: Ich
will kühlen!
Lösung 1:
Rahmenbedingungen:
Es befindet sich flüssiges Wasser im Verdampfer. Es herrscht ein
Druck von ca. 10 mbar.
Vorgänge: Ein Phasenübergang entzieht Wärme (effektivste
Methode). Als Kältemittel wird Wasser genutzt, weil Wasser bei einem
Phasenübergang besonders viel Wärme pro Stoffmenge entzieht.
Durch eine Pumpe wird das Wasser in den Verdampfer eingesprüht, damit
das Wasser eine große Oberfläche hat und bei diesem niedrigen Druck
schnell verdampft. Durch die Verdampfung wird dem Kaltwasser für die
Klimatisierung die nötige Wärme entzogen.
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Problem
2: Ich
möchte die Wärme aus dem Wasserdampf entfernen!
Lösung 2:
Vorgänge: Der Wasserdampf wird durch ein hygroskopisches Absorptionsmittel (hier:
LiBr-Lösung) gelöst. Durch die Lösungswärme erhitzt sich die LiBr-Lösung
und muss durch Kühlwasser auf ca. 30 °C gehalten werden (je kälter die
LiBr-Lösung, desto hygroskopischer ist sie, aber für die Absorptionskältemaschine
reichen ca. 30 °C im Absorber).
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Problem
3: Ich
möchte das Wasser wieder aus der Lösung entfernen!
Lösung 3:
Rahmenbedingungen: Um Wasser bei 30 °C zu verdampfen, benötigt man
einen Druck von höchstens 43,2 mbar. Da es sich aber um eine LiBr-Lösung
handelt, wird bei gleichem Druck auch eine Temperatur von mindestens 65°C
benötigt.
Vorgänge: Damit der Wasserdampf aus dem Lösungsmittel ausgetrieben werden kann, müssen
sowohl der Druck (durch eine Pumpe), als auch die Temperatur in dem System
erhöht werden. Dies geschieht zum einen durch einen Gegenstrom-Wärmetauscher
und zum anderen durch direkte Wärmezufuhr im Austreiber. Hierzu können
verschiedene Wärmequellen genutzt werden (z.B. Vakuumröhrenkollektoren,
BHKW-Abwärme, usw.). Die Temperatur der Wärmequelle sollte ca. 70 °C
betragen. Der Wasserdampf wird ausgetrieben und die starke Lösung fließt
durch den Gegenstrom-Wärmetauscher, der die überschüssige Wärme an die
schwache Lösung abgibt. Durch ein Ausdehnungsventil, das den Druck
verringert, gelangt die starke Lösung wieder in den Absorber.
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Problem
4: Ich
will statt Wasserdampf wieder flüssiges Wasser!
Lösung 4:
Vorgänge:
Durch die Zuführung von Kühlwasser mit ca. 30 °C kondensiert der
Wasserdampf und kann durch eine Drossel, die den Druck wieder senkt,
erneut in den Verdampfer gelangen.
Dadurch, dass beide Kühlwasserquellen etwa die gleiche Temperatur benötigen,
können sie an den gleichen Kühlturm angeschlossen werden.
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